Im Juli 2025 hat das Institut für angewandte Gewässerökologie die Ergebnisse seiner Untersuchung zum Teupitzer See vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass der See zwar insgesamt stabil ist, sich die Wasserqualität jedoch seit einigen Jahren langsam verschlechtert.
Der Teupitzer See ist ein flacher, ständig durchmischter See, der keine Sauerstoffprobleme hat. Entscheidend für seine Entwicklung ist der Nährstoff Phosphor. Seit 2011 steigen die Konzentrationen leicht an. Dadurch breiten sich Blaualgen stärker aus, die Sichttiefe sinkt und die Bedingungen für Unterwasserpflanzen und Tiere verschlechtern sich. Zum Baden ist der See zwar weiterhin geeignet, allerdings weist das Gesundheitsamt regelmäßig auf mögliche Blaualgen hin.
Die Untersuchung zeigt:
- Sedimente am Seegrund sind die größte Phosphorquelle (80–90 %).
- Zuflüsse wie der Hohe, Mittelmühl- und Kleine Mühlgraben tragen ebenfalls zur Belastung bei.
- Grundwasser spielt nur eine geringe Rolle.
- Klimawandel könnte die Situation verschärfen, da höhere Temperaturen und weniger Niederschläge den Nährstoffumsatz verstärken.
Schnelle Lösungen sind nicht möglich. Maßnahmen wie eine großflächige Sedimententnahme oder eine direkte Nährstofffällung im See wären technisch und finanziell nicht realisierbar. Erfolgversprechender sind Schritte im Einzugsgebiet: Dazu zählen der bessere Rückhalt von Wasser und Nährstoffen in den Gräben, die Wiederinbetriebnahme von Stauanlagen sowie eine Nährstofffällung in den Zuflussseen Briesensee und Tornower See.
Das Fazit der Fachleute lautet: Die Wasserqualität des Teupitzer Sees kann sich nur langsam verbessern – so wie sich die Belastung auch über viele Jahre aufgebaut hat. Wichtig ist daher, jetzt mit langfristigen Maßnahmen zu beginnen, um die Attraktivität und ökologische Vielfalt des Sees zu sichern.